Berichte über den Besuch von Frau Klier am 21.01.2019

Am 21.01.2019 erwarteten wir hohen Besuch an der Fürstenbergerschule. Freya Klier, eine Zeitzeugin der damaligen DDR besuchte uns und verbrachte den Vormittag mit den zwei zehnten Klassen der Fürstenbergerschule.

Zuerst haben wir uns begrüßt. Danach hat Frau Klier angefangen über das Leben in der DDR zu reden. Sie erzählte uns zu Beginn auch von ihrer familiären Situation und unter welchen Umständen sie und ihr Bruder aufwachsen mussten. Zudem berichtete sie darüber welch strenge Vorgaben es zur Zeit der DDR gab und wie streng es in der Schule ablief. Wir stellten eine Szene nach von der damaligen Begrüßung. Wir sollten auf Kommando aufstehen und mit militärischem Ton „Freundschaft“ rufen. Zunächst haben wir uns einen Film angeschaut den Frau Klier gedreht hat. Es wurde gezeigt, wie einige Leute versuchten aus der DDR zu flüchten.

Dann hatten wir eine Pause. Nach der Pause wurden die zwei Klassen aufgeteilt. Wir setzten uns in einen Kreis und Frau Klier erzählte über ihren Fluchtversuch. Sie berichtete auch von ihrer Zeit im Gefängnis und welch schreckliche Dinge sie dort durchmachen musste. Zusammengefasst hatten wir einen tollen Tag und konnten viele neue Sachen lernen.

Meiner Meinung nach sollte man mehr solche Projekttage einführen, denn so erlangt man als junger Schüler/in direkte Informationen. Somit endete auch der Projekttag zum Thema DDR an der Fürstenbergerschule.

Wir danken Frau Klier und der Schule für diese Erfahrung.

Von: Djellza Rashica, Klasse 10a

Am 21.Januar 2019 kam Frau Freya Klier zu uns an die Fürstenbergerschule. Freya Klier war eine Schauspielerin in der ehemaligen DDR, jetzt ist sie eine erfolgreiche Autorin und Regisseurin und dreht momentan einige Filme über diese Zeit.

Sie erzählte uns, wie es in der damaligen Zeit war, in der sowohl Deutschland als auch ganz Europa getrennt waren.

Freya Klier geboren 1950 in Dresden wuchs nach dem dritten Lebensjahr in einem Kinderheim auf mit ihrem Bruder. Der Grund für das Leben im Heim war, dass beide Elternteile verhaftet wurden. Eines Abends gingen die Eltern aus zum Tanzen. Als sie in die Straßenbahn einstiegen, kam plötzlich ein Mann und schupste die Frau hinaus. Aus Reflex schlug der Vater dem Mann ins Gesicht. Später stellte sich heraus, dass der Mann ein Beamter war und somit wurde der Vater von Frau Klier verhaftet. Als nun die beiden Kinder im Heim waren, wurden sie in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Sie durften nicht miteinander reden, sich noch nicht einmal winken. Da die beiden als Kinder von Staatsfeinden angesehen wurden, hatten sie es sehr schwer. Später erhielt Frau Klier noch die Möglichkeit, als Schauspielerin zu studieren. Auch sie selbst versuchte einen Fluchtversuch, egal wie riskant es war. Sie einigte sich mit einer schwedischen Theatergruppe, wie sie sich ihren Fluchtplan vorstellte und schmuggelte sich mit einem gefälschten Pass auf ein Handelsschiff. Doch irgendjemand musste sie verpetzt haben, denn sie wurde erwischt. Freya wurde zu 16 Monate Haft verurteilt, doch sie blieb nur ein Jahr im Gefängnis. Der Rest der Strafe wurde als zweijährige Bewährung ausgesetzt. Daraufhin zeigte Frau Klier eine Dokumentation, wie man versucht hat, mit dem Moskau-Paris Zug zu fliehen

Deutschland Ost und West, früher dachten die Menschen es sei nur eine Grenze und sind geflohen, doch nach einiger Zeit durchschaute dies die Regierung und stellte eine Mauer auf. Viele waren der Meinung, die Mauer sei nur in einer Nacht aufgestellt worden, doch Frau Klier bestätigte uns, dass es noch ein paar offene Stellen in der Mauer gab, von da versuchten die Menschen abzuhauen. Einige schafften es, einige aber nicht.

Zum Schluss durften wir Frau Klier noch viele offene Fragen stellen.

Vielen herzlichen Dank an Frau Klier für den interessanten Vormittag!

Von: Rüveyde Sanver, Klasse 10b